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Unser Darm ist nicht steril!


Bei der (vaginalen) Geburt hat das Kind zum ersten Mal Kontakt mit Bakterien - Keime der Vaginal- und Darmflora der Mutter - und so wird es praktisch "geimpft".


Werden Babys gestillt, so steigt relativ rasch der Anteil an Lactobazillen und Bifidusbakterien.
Lactobazillen produzieren Milchsäure und senken so den pH-Wert im Darm.
Somit wird die Darmflora positiv beeinflusst.


Bis der Aufbau der Darmflora begschlossen ist, vergehen etwa 4 Jahre.


Leider kommt es immer wieder vor, dass (nicht nur) Kinder schwer erkranken und die Gabe von Antibiotika unumgänglich ist.

Nun wirken diese Antiobiotika nicht nur gegen krankmachende Bakterien - sondern auch gegen die Keime unserer Darmflora!


Wenn wir uns vorstellen, unsere Darmflora ist eine bunte Frühlingswiese mit einer Vielzahl verschiedener Blumen und Kräuter....


Antibiotika reduzieren diese Vielzahl auf ein Minimum, es kommt zu Verschiebungen in Quantität und Qualität der verschiedenen Keime.

Die Darmflora kann ihre Aufgaben der Verdauung, der Immunabwehr nicht mehr richtig erfüllen.


Folgen können sein:

  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Nahrungsmittelintoleranzen (Fructose, Lactose)
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Allergien
  • rezidivierende Infekte
Mit Stuhlanalysen in bestimmten Laboren kann man die Qualität der Darmflora ermitteln und mit gezielten Zugaben versuchen, die Darmflora wieder zu normalisieren.

Allerdings ist das kein Prozess von einigen Tagen, sondern wir reden hier von einer länger notwendigen Therapie, dei Minate dauern kann!

Auf jeden Fall sollte während einer Antibiotikatherapie der Darm unterstützend mitbehandelt werden!